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Ambulante Jugend- und Familienhilfe

Die ambulante Jugend- und Familienhilfe richtet sich an alle Familiensysteme (Herkunfts-, Patchwork-, Pflege- und Adoptivfamilien), die sich aus verschiedenen Gründen in einer Belastungs- oder Krisensituation befinden, die diese insoweit überfordert, dass die Erziehungsverantwortung nicht mehr ausreichend wahrgenommen werden kann und eine andere Jugendhilfemaßnahme nicht geeignet ist. Darüber hinaus unterstützt mikas Kinder und Jugendliche, deren Entwicklung und Verbleib in der Familie nur mit ergänzenden und unterstützenden Hilfen sichergestellt werden kann.

Ambulante Jugend- und Familienhilfe heißt für mikas: Veränderungen innerhalb eines Prozesses begleiten und den einzelnen Familienmitgliedern und jungen Menschen mit Offenheit für ihre Individualität gegenüberstehen.

Das Ziel der ambulanten Jugend und Familienhilfe ist es, dass Kinder und Jugendliche in ihrem häuslichen Umfeld die Möglichkeit haben, eine eigenverantwortliche und gemeinschaftsfähige Persönlichkeit entwickeln zu können. Hierbei werden die Erziehungsberechtigten durch die Fachkräfte von mikas so unterstützt, dass für ihre Kinder die notwendige Grundlage für eine solche Entwicklung gestaltet werden kann.

Bei den Erziehungsberechtigten steht die Sensibilisierung für die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund der Arbeit. Sie werden darin unterstützt, eine adäquate Erziehungskompetenz zu entwickeln, um ihre Erziehungsverantwortung für ihre Kinder vollständig und eigenverantwortlich übernehmen zu können.

Mit der Familie werden langfristige Perspektiven für ein gemeinsames und positives Zusammenleben erarbeitet.

Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung (INSPE)

Die Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung richtet sich an Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr und an junge Volljährige. Die Hilfe ist eine Leistung für junge Menschen, die eine besonders problembelastete und überfordernde Lebenslage zu bewältigen haben und/oder deren bisherige Entwicklung durch beeinträchtigende Lebenssituationen und Erfahrungen geprägt sind. Sie finden in ihren Familien oft nicht die Unterstützung, die sie für die Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben benötigen.

Die Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung heißt für mikas: Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit zu gestalten und soziale Integration und eigenverantwortliche Lebensführung zu unterstützen.

Das Ziel der Intensiven Sozialpädagogischen Einzelbetreuung ist es dem jungen Menschen durch altersgerechte Stützung, Förderung und Begleitung der Autonomiebestrebungen eine eigenverantwortliche Lebensführung zu ermöglichen und ihn sozial zu integrieren.

Erziehungsbeistandschaft

Die Erziehungsbeistandschaft richtet sich an Kinder und Jugendliche, die in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung auf individuelle Förderung und Unterstützung zu ihrer gelingenden Sozialisation angewiesen sind. Die Altersspanne bezieht sich auf Kinder ab 6 Jahre und Jugendliche bis zur Erreichung der Volljährigkeit. Hilfe für junge Volljährige wird bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gewährt. Die Erziehungsbeistandschaft ist ein Angebot in Form von Einzelbetreuung für junge Menschen mit sozialen und familiären Schwierigkeiten. Diese Hilfe ist speziell auf die Problemlage und den individuellen Bedarf der jeweiligen Kinder, Jugendlichen bzw. jungen Volljährigen ausgerichtet und soll deren individuelle und soziale Entwicklung insbesondere in den Bereichen Alltagsbewältigung, Problemlösungsfähigkeit sowie Umgang mit Konfliktsituationen fördern.

Erziehungsbeistandschaft heißt für mikas: Interessen und Stärken zu erkennen, Ablösung in die Verselbständigung unterstützen, Stabilisierung der Persönlichkeit und Stärkung des Selbstbewusstseins.

Das Ziel der Erziehungsbeistandschaft ist es, dass die jungen Menschen in der Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten so unterstützt werden, dass sie Selbstsicherheit erlangen, Orientierung gewinnen und eigenverantwortliches Handeln lernen. Die Familie wird beraten, unterstützt und begleitet, so dass der Lebensbezug des jungen Menschen zur Familie und seinem sozialen Umfeld aufrecht erhalten bleiben und eine Fremdunterbringung vermieden werden kann.

Familientherapie

Die Systemische Familientherapie richtet sich an Familiensysteme und/oder Teilsysteme. Es wird von dem Gedanken ausgegangen, dass das Verhalten der einzelnen Systemmitglieder (Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister, etc.) das Beziehungsgefüge bestimmt. Das Hauptaugenmerk der Systemischen Therapie richtet sich daher auf das, was sich zwischen den einzelnen Systemmitgliedern abspielt und wie diese in Beziehung zueinander stehen. Die TherapeutInnen arbeiten überwiegend zu zweit und schließen bei ihren Gesprächen neben der Familie weitere Verwandte sowie LehrerInnen, ErzieherInnen aus Kindergärten etc. und weitere wichtige Bezugspersonen mit ein.

Familientherapie heißt für mikas: Familien zu helfen, das Vertrauen in sich selbst zu verbessern, dabei die eigenen Stärken auszubauen und nicht die Defizite in den Mittelpunkt zu stellen. Die Familien werden als Experten ihrer Lebenssituation angesehen.

Das Ziel der Systemischen Familientherapie ist es, die Autonomie und den Selbstwert jeder einzelnen Person bzw. jedes Familienmitglieds zu stärken, die Kommunikation und den Austausch zu verbessern und schädigende Beziehungsmuster zu verändern.